Willkommen zu Zaubertränke, liebe Drittklässler!

Da ihr mich bereits aus dem letzten Jahr kennt, erspare ich mir mich erneut vorzustellen. Ihr habt in euerem letzten Jahr eine Menge über Heiltränke gelernt und ich hoffe doch, dass ihr das nicht vergessen habt. Ich nehme mal an, dass ihr kaputte Arbeitsgeräte und aufgebrauchte Zutaten nachgekauft habt, denn sonst wird es schlecht mit der Brauerei werden.

Dieses Jahr steht unter der Rubrik Schrumpfen und Wachsen - Tränke für jede Größe. Ein äußerst spannendes Thema wie ich finde in dem es eine Menge zu lernen gibt. Ich hab mich mit der Auswahl sehr schwer getan und möchte euch ans Herz legen, intensiv selbstständig zu arbeiten, denn der eine Trank, den ich mit euch im Detail durchnehmen werde ist nur eine sehr kleine Auswahl wie ihr euch sicher denken könnt.

Beginnen wir mit dem schnellen, wirksamen und leicht zuzubereitenden Wachstumstrank, dem contraveleno perdita membra. Ein unbekannter Zauberer - dem Namen nach ein Italiener - hat diesen Trank vor über 3 Jahrhunderten entwickelt, weil ihm - so die Überlieferung - durch unsauberes Brauen ein Bein abhanden gekommen ist. Der Trank ist also dafür gut, verlorene Gliedmaßen schmerzfrei nachwachsen zu lassen, solange (und das ist der springende Punkt) noch etwas von denen übrig ist! Schon die Entstehungsgeschichte ist ein spannender Teil, den ich euch nicht vorenthalten möchte.

Wie schon gesagt, hatte unser Zaubertrankentwickler ein gutes Stück seines Beines verloren. In seiner Verzweiflung darüber entschloss er sich, einen Kräutersud zu kochen um das blutende Beinende ein wenig zu reinigen. Alles, was er in seinem Haus noch fand und was ihm sinnvoll erschien, wurde wahllos zusammengeschüttet. Dass der Trank hinterher eine so große Wirkung zeigte, erstaunte den Italiener selbst und er beschloss, ein Patent darauf anmelden zu lassen.

Sein Problem lag nun aber darin, dass er nicht mehr genau wusste, was er in welcher Reihenfolge zu welchem Zeitpunkt und in welchen Mengen genommen hatte. So experimentierte er fast zehn Jahre an seiner Erfindung herum, bis er fast schier am verzweifeln war. Alle Zutaten mussten richtig sein, die Mengen konnten nur stimmen... aber etwas entscheidendes schien zu fehlen.

Dass er auf die letzte richtige Zutat kam, verdankte der Zauberer mal wieder dem Zufall. Urplötzlich und unerwartet bekam der Arme Nasenbluten und es tropfte nur so in seinen Kessel. Die Erinnerung schoss in ihm hoch - natürlich! Seine Beinverletzung hatte damals auch ohne Ende geblutet. Auf diesem Weg musste was in den Kessel gelangt sein. Wie er nach zwei weiteren Versuchswochen herausfand, muss es tatsächlich das Blut des Verletzten sein. Seine Eule hatte damals einen Teil ihres Flügels verloren und der wuchs nicht mit „seinem” Trank nach...

Nun aber entgültig zum praktischen Teil dieses Trankes. Es bietet sich an einen sehr großen Kessel zu nehmen, weil der Trank in großen Mengen benötigt wird. Also empfehle ich den 17-zoller, den ihr allein schon wegen seiner Größe in die obere Schiene des Kesselständers einrasten müsst. Setzt zunächst unter leichtem köcheln einen Tee aus den Blättern (fünf sollten genügen) des Wiesenknurzes an. Nacheinander und ziemlich schnell werden nun grob gehacktes Korkkraut, eine Packung Woods-Wurzelmischung und magisches Reismehl eingerührt. Der Trank wird richtig hochgekocht und wird dabei richtig schwarz. Zuletzt muss die wichtigste Zutat noch hinein. Dies soll idealerweise bei 49 °Z (1 Zaubergrad = 1,5 °C) geschehen, die Toleranzgrenze für den Unterricht liegt bei +/- 3 °Z. Natürlich werdet ihr euer Ergebnis nicht an euch ausprobieren, denn ich kann und darf niemanden dazu auffordern sich eine derartige Verletzung zuzufügen, wie sie damals unser italienischer Erfinder hatte. Ich habe jedem von euch ein verletztes Exemplar der letzten Wichteljagt mitgebracht. Jedem einzelnen fehlen Teile von Armen oder Beinen, die ihr bitte wieder wachsen lassen sollt. In dem Fall sind ihre Verletzungen recht praktisch für euch, denn sie können sich kaum noch bewegen und euch kneifen, beißen oder treten, wenn ihr ihnen eine kleine Menge Blut entnehmt, was ja für die Fertigstellung des Trankes essentiell ist. Den geheilten Wichtel sperrt ihr umgehend in diesen Käfig zurück, denn ihr wisst ja, wie sich Wichtel normalerweise verhalten.

Nun zu eueren Hausaufgaben. Wie letztes Jahr gilt auch hier, dass ihr diese Hausaufgaben nicht machen müsst, dass es aber dafür Hauspunkte geben wird. Je nach Richtigkeit der eingesendeten Aufgaben gibt es unterschiedliche Punkte, maximal aber wieder 600.

Die Hausaufgaben:

Block 1:

  1. In welchem Toleranzbereich befindet sich der gegen Ende kochende Trank in °C? (20 Hauspunkte)
  2. Wie wirkt der Skelewachs (ein Satz genügt)? (30 Hauspunkte)
  3. Gib in Stichpunkten drei Gemeinsamkeiten oder Gegensätze des Skelewachses und des "contraveleno perdita membra" an. (150 Hauspunkte)
  4. Schreibe eine ausführliche Ausarbeitung (Herstellung, Zutaten, Anwendung/Wirkung, evtl. Besonderheiten) über die Schrumpflösung. Hinweise: Buch (HP 3) Seite 130 ff. (300 Hauspunkte)
  5. Wie wirkt dagegen die Schwelllösung und wozu könnte man sie nutzen? Hinweise: Buch (HP 2) Seite 124f? (100 Hauspunkte)

Wichtig:

Die Hausaufgaben sind freiwillig und werden mit bis zu 600 Hauspunkten pro Block belohnt.

Schickt eure Lösungen in einer E-Mail mit aussagekräftigem Betreff an: prof.miraculix@web.de.

Gebt in der Mail unbedingt folgende Dinge an:

Nickname Forum*:
Haus:
Passwort Klasse 3:
Block-Nr:
Hausaufgabenlösung:

*Wenn du nicht im Forum angemeldet bist, so gib deinen realen Namen (Vor- und Nachname!) an und mache dies unbedingt kenntlich!